Griechenland - Geschichte
Um 2100-1200 v. Chr.Die minoische Kultur mit dem Zentrum Knossos auf Kreta. Zeugnis dieser Hochkultur ist die Entwicklung der Linearschrift
Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr.
Einwanderung griechischer Stämme von der Balkaninsel. 15. Jahrhundert v. Chr. wurde Knossos erobert. Ein Jahrhundert später entwickelte sich die Siedlung Mykene zu einem politischen und kulturellen Zentrum. Mit dem Erscheinen der Dorier um 1250 v. Chr. kam es erneut zur Verschiebung der griechischen Stämme und der Untergang der mykenischen Palastkultur. 1000 v. Chr. die ersten griechischen Kolonien an der kleinasiatischen Westküste und der Ägäis. In der Folge zahlreiche Stadtstaaten (Polis) wie Theben und Athos wurden zu kulturellen und wirtschaftlichen Zentren.
Durch die vielen verschiedenen Stadt- und Kleinstaaten kommt es häufig zu kriegerische Auseinandersetzungen.
Den Höhepunkt der griechischen Macht bringen die siegreichen Verteidigungskriege gegen die Perser (490 v. Chr. Schlacht bei Marathon, 480 v. Chr. Seeschlacht bei Salamis). Athen unterliegt 404 v. Chr. dem konkurrierenden Sparta im jahrzehntelangen Peloponnesischen Krieg. Damit war der Versuch Athens ein vereintes Groechenland zu schaffen gescheitert. Viel später gelang es den mekedonischen Königen Rhilipp und Alexander die Einigung Griechenlands
Mit Alexander und deren Nachfolgern erreichte die griechische Kultur seine größte Kraft. Rom setzt der erfolgreichen Ära der Hellenenkönige ein Ende. Griechenland wird zu einer Provinz Roms.
Die Teilung des römischen Reiches im Jahr 395 n. Chr. brachte Griechenland unter oströmischen Einfluss. In dieser Zeit ist Griechenland regelmäßig den Invasionen normannischer und slawischer Völker ausgesetzt. 1393 beginnt die ottomanische Eroberung Griechenlands. Griechenland wird türkische Provinz, kann aber seine kulturelle Selbstständigkeit bewahren. 1821 beginnt der griechische Befreiungskampf. Durch die Unterstützung der europäischen Großmächte endet dieser 1830 mit der Errichtung eines unabhängigen Königreiches. In mehreren Kriegen werden dem türkischen Reich große Gebiete abgerungen.
Während des Zweiten Weltkriegs steht Griechenland an der Seite der Alliierten. Alliierte Streitkräfte und einheimische Partisanen befreien Griechenland. Nach dem Krieg kommt es zu einem blutigen Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und der zurückgekehrten Exilregierung. Mit der Hilfe der Alliierten siegt die Exilregierung. 1967 putscht das Militär, da sich ein Wahlsieg der Mitte-Links-Koalition abzeichnet. Erst 1974 kann die Militärdiktatur gestürzt werden und mit einer Verfassungsreform wird die Monarchie abgeschafft.
1981 tritt Griechenland als zehntes Mitglied der EU bei.